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Überwasser-Nachtangriff
In den meisten Marinen vieler Länder versuchten die Ubootfahrer den Angriff unter Wasser zu perfektionieren. Die damaligen Uboote verbrachten die längste Zeit an der Wasseroberfläche, entweder um auf ihre Position zu fahren oder um die Batterien zu laden. Die Kommandanten vermieden es allerdings am Tage oder bei einem Angriff über Wasser zu sein und tauchten.
Karl Dönitz war da ganz anderer Ansicht. Er ließ die Uboote grundsätzlich an der Wasseroberfläche operieren, nur um dem Gegner zu entgehen oder bei schwerer See sollten sie tauchen. Die Uboote wurden damit viel leistungs- und manövrierfähiger. Dazu wurde die Höchstgeschwindigkeit für Überwasserfahrten von 8 auf 17 Knoten erhöht. Die Marschgeschwindigkeit unter Wasser betrug 4 Knoten oder weniger, aber bei Überwasserfahrt gut 10 Knoten.
Da ein Uboot über Wasser bei Nacht nur eine schmale Silhouette besitzt und kaum oder nur schwer auszumachen ist, war sich Dönitz sicher, daß ein Angriff auf Schiffe gegen den helleren Horizont erfolgreich sein mußte.