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Der Tirpitz-Traum
Dönitz sah auch in den Ubooten das Mittel, um die Ideen von Großadmiral Alfred von Tirpitz zu verwirklichen. Tirpitz hatte um 1880 eine Revolution in der Seekriegsführung vorausgesehen, nämlich, daß die schweren Geschütze der Schlachtschiffe durch Torpedos ersetzt würden. Er hielt besonders viel von Nachtangriffen sogenannter kleiner Torpedoboote.
In der Zeit in der Tirpitz lebte, hatten die Schiffbauer allerdings nicht die Möglichkeiten und die Phantasie, seine Ideen zu verwirklichen. Als die Boote nach deren Entwürfen fertig waren glichen sie kleinen Zerstörern und hatten nicht die geringste Ähnlichkeit mit dem was sich Tirpitz vorstellte.
Jetzt, 1935, hatte Dönitz die Lösung, einen leicht manövrierbaren Torpedoträger, nahezu unsichtbar in der Nacht, und fähig im Atlantik zu operieren - das Uboot.
Dönitz sah den Torpedo als die wirksamste Waffe der Uboote, Artillerie als zusätzliche Waffe gegen kleinere Ziele die sich nicht wehren können.