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Die Rudeltaktik
Es wird oft behauptet, daß Dönitz das Wolfsrudel oder die Rudeltaktik während des 1.Weltkrieges erfunden habe, aber das ist so nicht korrekt.
Diese Taktik ist von Kommodore Hermann Bauer, dem Flakoffizier der Ubootwaffe der Hochseeflotte im Januar 1917, ungefähr in der Zeit, in der Dönitz zum ersten mal auf ein Uboot kommandiert wurde, geplant worden.
Tatsache ist jedoch das Dönitz der erste war der diese Taktik von der Theorie in die Praxis umsetzte. Die Entwicklung dieser Taktik brauchte jedoch ihre Zeit. Im Jahre 1939 wußte man, wie man diese Taktik handhaben wollte:
Eine Gruppe von Ubooten sollte quer zum Kurs des zu erwartenden Geleitzuges aufgestellt werden. Während des Tages sollten die Uboote mit Marschgeschwindigkeit dem Geleitzug entgegenlaufen, bis die Mastspitzen gerade über der Kimm zu sehen waren, dann auf Geleitzugkurs gehen und vor dem Geleitzug, an den Mastspitzen Fühlung haltend, herlaufen und in der Nacht zum Überwasserangriff an den Geleitzug herangehen.
Das erste Boot, das einen Geleitzug sichtete, hatte den Geleitzug zu melden und laufend Fühlungsmeldungen abzugeben, damit die anderen Uboote heranschließen konnten. Fühlungshalten war in dieser vorbereitenden Phase wichtiger als Angriff. Es blieb jedem Kommandanten selbst überlassen wie er an den Geleitzug heranging. Für die Boote in der Nähe des Geleitzuges war es leicht zu dem Geleitzug zu kommen, sie brauchten lediglich den Signalen des "fühlungshaltenden" Bootes zu folgen. Die Boote weiter weg hatten es wesentlich schwerer, mussten sie doch oft Tage voraus koppeln um an den Geleitzug heranzukommen.
Das Prinzip der Rudeltaktik
1. Die Uboote laufen in der gezeigten Formation dem Geleitzug entgegen.
2. Bei Sichtung des Geleitzuges gehen die Uboote auf Geleitkurs und laufen vor dem Geleitzug her.
3. In der Dämmerung schließen die Uboote an den Geleitzug heran um in der Nacht anzugreifen.