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Zusatzinformationen U 47
Mögliche Ursache für den Verlust von U 47
Ende März 41 gab im Feststellungsbüro der britischen Admiralität in London Lieutenant Commander J.M. Rowland, Kommandant des Zerstörers " Wolverine ", dem Befehlshaber der " Western Approaches ", Admiral Creasy, folgenden mündlichen Bericht :

" Ich begleitete mit meinem Zerstörer " Wolverine " den Konvoi OB 293. Am Abend des 07.03. 41 standen wir südostwärts von Island. Wir hielten genauen Kurs und feuerten keine Leuchtgranaten, um den Standort des Geleits nicht zu verraten. Dann gab es plötzlich U-Boot-Alarm, und ich eilte auf die Brücke.
Um 00.23 Uhr meldete der Horchgast am ASDIC Echos. Dann wurden Schraubengeräusche gehorcht, und eine halbe Minute später sichtete der Ausguck Brücke voraus die Dieselrauchwolken eines U-Bootes.

Ich operierte mit 18 Knoten auf diese Stelle zu und gab Signal an die " Verity ", welche als zweiter Zerstörer auf der Steuerbordseite des Konvois lief. Als der Ausguck Brücke Kielwasser sichtete, erhöhte ich die Fahrt auf 22 Knoten.
Um 00.27 Uhr erkannte ich ein U-Boot und ging auf AK voraus. Als die " Verity " um 00.31 Uhr Leuchtgranaten feuerte, tauchte das U-Boot in einer Entfernung von einer Meile zu uns.

Ich ließ genau auf diesen Punkt zu operieren. Als der ASDIC-Mann um 00.48 Uhr meldete, daß wir direkt über dem Boot stünden, ließ ich einen Sechser-Wabo-Fächer werfen. Wenig später bekamen wir erneut Kontakt und warfen einen Achterfächer und anschließend eine überschwere Wasserbombe.

Gegen 03.31 Uhr- wir suchten immer noch nach dem U-Boot- sichtete mein Ingenieuroffizier Ölflecke auf der See. Er nahm eine Probe und kam zu der Überzeugung, daß es das Öl eines deutschen U-Bootes sei.
Abermals faßten wir kurze Zeit später das Boot mit dem ASDIC auf und warfen erneut einige Fächer. Um 04.03 Uhr sichteten wir eine weitere Ölspur, und als wir dieser Spur nachliefen, meldete der Horchraum Schraubengeräusche achtern. Wir hatten es also mit einem ganz gewieften Kommandanten zu tun, der uns bluffen wollte.
Auf Gegenkurs gehend, sichteten wir dann um 05.18 Uhr das aufgetauchte U-Boot. Ich lief mit AK auf das Boot zu und befahl: " Klar zum Rammen ! " Doch auf dem Boot bemerkte man uns rechtzeitig, und das U-Boot kippte zum Tauchen an.

Als ich genau über dem Boot stand, ließ ich einen Zehnerteppich werfen. Es war 05.22 Uhr. In Intervallen von vier Sekunden wurden jeweils zwei Wabos geworfen; mit kleiner, mittlerer und tiefer Einstellung.
Dort aber, wo wir die Wabos geworfen hatten, sah ich kurz darauf orangerote Flammen aus der See aufsteigen und etwa zehn Sekunden aufleuchten, ehe sie wieder erloschen.
"

Abschließend stellte Admiral Creasy fest :
" Ich bin sicher, daß es U 47 gewesen ist, das Sie am Morgen des 8. März mit Ihren Wabos belegten und- daß Sie höchstwahrscheinlich das Boot versenkt haben. "

* Aus dem englischen übersetzt von Uboatnet
Original Artikel " The possible Fate of U 47 " von 1952. Beilage einer nicht mehr festzustellenden engl. Marinezeitung.

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